
Wodurch erfahren Sie mehr über die Bedeutung der Zahnpflege Ihrer Katze? Hier – in diesem Artikel – denn wir versuchen Sie über alle wichtigen Aspekte zu informieren. Wir erläutern die Aufgaben der Katzenzähne und erklären potentielle Erkrankungen und deren Gefahren. Und: Warum haben heutige Katzen überhaupt Probleme mit den Zähnen? Wie können Sie sie am besten schützen?
Entwicklung der Zähne und ihr Nutzen
Katzenbabys kommen ganz ohne Zähne zur Welt. Sie werden in den ersten Wochen von der Muttermilch ernährt. Mit zwei bis drei Wochen erscheinen die ersten Milchzähne. Abgeschlossen ist das vollständige Wachstum bereits mit acht Wochen. Im Alter von ungefähr sechs Monaten stoßen die bleibenden Zähne durch und verdrängen die ausfallenden Milchzähne. Aber Achtung: Nicht immer verdrängen die kommenden, bleibenden Zähne die Milchzähne. Auch wenn dieses Phänomen bei Katzen wesentlich seltener vorkommt als bei Hunden, so kann das fehlende Ausfallen eines Milchzahnes dazu führen, dass dieser in Narkose gezogen werden muss. Der Grund, warum das bei Katzen sehr viel seltener passiert, dürfte darin liegen, dass der Kopf der Katze durch Züchtungen, längst nicht den Veränderungen unterworfen wurde, wie die Kopfformen der zahlreichen Hunderassen. Das fertige Gebiss der Katze besitzt 30 Zähne.
Was die wenigsten Katzenhalter wissen, ist, dass unsere Katzen ein echtes Raubtiergebiss haben. Es ist darauf ausgerichtet, dass es nur zum Zerschneiden der Beute und zur Zerstörung von Knochenstrukturen dient. Anschließend schlingen Katzen ihre Beute in Fetzten herunter.
Erkrankungen an den Zähnen und am Zahnfleisch
Es gibt verschiede Zahnerkrankungen die unsere Katze bekommen kann:
- Zahnfleischentzündungen
Im Gegensatz zum gesunden, rosa gefärbten Zahnfleisch, ist entzündetes Zahnfleisch gerötet und eventuell geschwollen. Es kann durch Berührungen zu Blutungen kommen.
- Zahnbettentzündungen
Das Zahnfleisch bildet sich zurück. Rötlich geschwollenen Stellen zeigen die Rückbildungen und legen die Zahnhälse frei. Die Zähne werden locker.
- Zahnstein
In der Mundhöhle bildet sich durch Speichel und Futterresten ein unsichtbarer Belag (Plaque). Wird dieser nicht entfernt, entsteht eine mit der Zeit größer werdende, braune Ablagerung auf den Zähnen.
Potentielle Gefahren der Zahnerkrankungen
Bei Entzündungen in der Mundhöhle bilden sich Bakterien. Diese Bakterien gelangen über den Blutkreislauf in wichtige Organe der Katze. Bedroht sind besonders das Herz, die Nieren und die Leber. Diese Gefahren sollten Sie auf keinen Fall unterschätzen. Sie können lebensbedrohend werden.
Warum haben Katzen heutzutage eigentlich Probleme mit den Zähnen?
Katzen die sich ausschließlich in der freien Natur ernähren, haben nicht die Zahnprobleme wie Katzen die kommerzielles Futter essen. Das liegt daran, dass “natürliche” Nahrung einen deutlich höheren Reinigungseffekt für die Zähne hat. Kommerzielles Futter dagegen hat oft zu viel Phosphor und zu viel Zucker. Weiche Nahrung, bei der der Zahnapparat der Katze keine Arbeit mehr verrichten muss, kann keine reinigende Wirkung für Zähne und Zahnzwischenräume bieten.
Ursachen der Zahnkrankheiten
Das ist recht einfach erklärt. Reste der Nahrung lagern sich auf den Zähnen und in den Zahnzwischenräumen ab. Werden sie nicht entfernt, entstehen unsichtbare Bakterienbeläge. Damit beginnt der Kreislauf der Zahnerkrankungen: Aus diesen Belägen dringen Bakterien in das Zahnfleisch, Anlagerungen von Mineralien führen zur Bildung von Zahnstein. Zahnstein fördert die Entzündung des Zahnfleischsaumes. Wenn auch dagegen nichts unternommen wird, entzündet sich das Zahnbett.
Anzeichen von Krankheiten in der Mundhöhle
Achten Sie auf:
gerötetes Zahnfleisch
geschwollenes Zahnfleisch
brauner Zahnbelag
geröteter Zahnfleischsaum
länger erscheinende Zähne
vermehrter Speichelfluss
blutiger Speichel
übler Mundgeruch
verringerte Nahrungsaufnahme
einseitiges Kauen
Bevorzugung weicher Nahrung
Durchfall
Reiben des Kiefers z.B an Gegenständen
Lösungen für Erkrankungen im Mundraum
Lösungsvorschläge bei der Behandlung von Problemen mit dem Zahnfleisch, sollten Sie individuell mit Ihrem Tierarzt besprechen.
Zahnstein kann man mit Ultraschall entfernen. Dieses erfolgt in einer leichten Narkose. Es gibt “Experten” die empfehlen eine eigenhändige Entfernung von Zahnstein durch den Besitzer. Und das mit Geräten, die Sie im Zoofachhandel erwerben können. Wir raten Ihnen davon dringend ab. Erstens, weil Sie mehr falsch machen können als Ihnen und Ihrer Katze lieb ist, und zweitens, weil Sie keine Möglichkeit haben, die Zähne, nach der Entfernung des Zahnsteins, zu polieren. Eine Polierung schütz aber wieder vor einer schnellen, erneuten Bildung von Zahnstein.
Vorbeugende Maßnahmen
Der beste Schutz für die Zähne und die Gesundheit Ihrer Katze ist das Zähneputzen! Selbstverständlich argumentieren alle Gegner, Skeptiker und Zweifler das, das Katzen in freier Natur auch nicht können. Wie Sie weiter oben im Text lesen konnten brauchen diese Katzen das auch nicht. Es ist wirklich so – das Putzen der Zähne bietet Ihnen den besten Schutz. Das ist wie bei uns Menschen. Spezielle Zahnbürsten und Zahnpasta erhalten Sie im Fachhandel oder bei Ihrem Tierarzt. Wir werden zu einem späteren Zeitpunkt einen speziellen Artikel zu diesem Thema schreiben.
Wer nicht die Zähne seiner Katze putzen kann oder möchte, hat zumindest eine Alternative: Es gibt enzymatisch wirkende Salben welche Plaquebildung eingrenzen. Eine davon heißt: Orozyme. Sie wird von den meisten Katzen gerne geschleckt. Weitere Produkte die einen guten Nutzen haben, sind: Pet Oraleze, Denta Stick und Denta Rask.
Eine letzte Empfehlung
Nehmen Sie die Gesundheit des Mundraumes Ihrer Katze nicht auf die leichte Schulter. Wer nichts unternimmt, sollte zumindest einmal im Jahr die Zähne und das Zahnfleisch seiner Katze von einem Tierarzt untersuchen lassen. Am Besten, im Zuge einer Impfung, Vorsorgeuntersuchung oder Altersvorsorgeuntersuchung. In diesem Sinne wünscht Ihnen die Familie Barich mal wieder:
Fröhliche vier Tatzen
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