KANINCHEN - Gesundheitstipps & Vorsorge

Die wichtigen Impfungen für Kaninchen

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Kaninchen benötigen Impfungen um vor Krankheiten geschützt zu werden. Es ist zu unterscheiden, wie bei Hunden und Katzen, zwischen den Grundimmunisierungen und den Wiederholungsimpfungen. Der Artikel zeigt auf, was Sie unternehmen können, um Ihren Hasen vor Krankheiten zu bewahren und in welchen Abständen diese Maßnahmen erfolgen sollten.

Grundimmunisierung und Wiederholungsimpfungen – was ist das?

Es ist wichtig, dass Sie den Unterschied zwischen der Grundimmunisierung und den Wiederholungsimpfungen erklärt bekommen. Einem jungen Kaninchen fehlen bestimmte Antikörper um gegen Krankheiten wie Myxomatose, RHD und Kaninchenschnupfen geschützt zu sein. Dazu benötigt es eine Art "generellen Schutz". Dieser kann nur aufgebaut werden, wenn Ihr Kaninchen in recht kurz aufeinader folgenden Wochen, mehrere Impfungen erhält. Damit hat Ihr Kaninchen die Grundimmunisierung abgeschlossen. In der nachfolgenden Zeit benötigt er die Impfungen in größeren Abständen um den Schutz aufrecht zu erhalten. Hierbei sprechen die Mediziner von den Wiederholungsimpfungen. Einen exakten Impfplan sollten Sie, neben unseren Empfehlungen, in jedem Fall mit Ihrem Tierarzt abstimmen. Zu den beiden Krankheiten, gegen die Sie Ihr Tier impfen können, nehmen wir Bezug in dem letzten Absatz dieses Artikels.

Die Grundimmunisierungen eines Kaninchens

Gegen folgende Krankheiten wird geimpft:

Myxomatose

Erstimpfung mit 4 – 6 Wochen bei einem hohen Infektionsdruck

Erstimpfung mit 6 – 10 Wochen bei einem niedrigen Infektionsdruck

Wiederholungsimpfung 4 Wochen später

RHD

Erstimpfung mit 8 – 12 Wochen

Wiederholungsimpfung 3 – 4 Wochen später

Kaninchen-
schnupfen

In Beständen ab 10 Kaninchen und in Absprache mit Ihrem Tierarzt

Die Wiederholungsimpfungen eines Kaninchens (nach der Grundimmunisierung)

Gegen die folgenden Krankheiten sollte der Schutz erneuert werden:

Myxomatose

Wiederholungsimpfung alle 6 – 9 Monate

oder in Absprache mit Ihrem Tierarzt

Wiederholungsimpfung in jedem Frühjahr

RHD

Wiederholungsimpfung jährlich

Kaninchen-
schnupfen

In Beständen ab 10 Kaninchen und in Absprache mit Ihrem Tierarzt

Was ist, wenn Sie nicht sicher sind, ob Ihr Kaninchen geimpft ist?

Wenn Ihr Kaninchen schon zwei Jahre alt ist, und Sie nicht wissen, ob es geimpft ist, dann lassen Sie es impfen. Denn: Man kann eine Grundimmunisierung in jedem Alter aufbauen. Also: Schützen Sie Ihr Kaninchen und lesen Sie im nächsten Abschnitt, warum das so wichtig sein kann.

Gefahren - die ohne Impfungen drohen

In Stechmücken, Stechfliegen, Flöhen, verseuchtem Grünfutter und an Ihren Schuhen können gefährliche Erreger stecken. Sie lösen Krankheiten wie Myxomatose und RHD aus. Die Myxomatose ist im Allgemeinen bekannt als die Kaninchenpest und RHD nennt man die Chinaseuche. Vorbeugen können Sie nur durch Impfungen. Bei der Myxomatose treten innerhalb von drei bis sieben Tagen Schwellungen am Körper auf. Die Tiere müssen eingeschläfert werden, um sie von ihren Schmerzen zu befreien. Eine Behandlung ist nicht möglich. Die RHD wirkt noch schneller. Innerhalb von 1 – 2 Tagen nach der Erkrankung versterben die Tiere. Auch hier ist eine Behandlung nicht möglich. Wir werden in einem späteren Artikel noch genauer auf die beiden Krankheitsbilder eingehen.

Die Familie Barich hofft Ihnen in aller Kürze, das Wesentliche zu diesem Thema vermittelt zu haben und verbleibt somit mit ihrem Gruß:

Fröhliche vier Tatzen

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Foto: Claudia Paulussen / fotolia.com

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