
Seit Jahrzehnten lebt das Gerücht, dass Spinat besonders eisenhaltig sei. Das ist falsch. Es führt sich auf eine falsche Pressemitteilung zurück, in der das Trockengewicht mit dem Frischgewicht verwechselt wurde. So haben wir es auf jeden Fall vernommen. Aber wir sind uns sicher - es wird noch in 100 Jahren in manchen Küchen heißen: "Spinat hat viel Eisen und ist besonders gut für Kinder." Genauso gibt es zum Thema Kaninchen einige Gerüchte. Lassen Sie sich aufklären - gehören Sie zu den Informierten. Und schmunzeln sie ruhig ein wenig.
Stimmt nicht. Kinder sind oft überfordert, wenn sie sich ganz alleine um Kaninchen kümmern müssen. Die Tiere brauchen täglich Nahrung und Wasser und der Stall muss regelmäßig sauber gemacht werden. Im Krankheitsfall müssen diese gerade bei Kaninchen schnell entdeckt werden und schnellstmöglich zu einem Tierarzt gebracht werden. So kann es auch zu einer Notwendigkeit kommen, dass Medikamente zu Hause verabreicht werden müssen. Kinder alleine sind damit oft überfordert und brauchen die Hilfe ihrer Eltern.
Von zu vielen frischen Kräutern bekommen Kaninchen Durchfall.
Stimmt nicht. Gerade frisches Futter ist sehr gut und wichtig für Kaninchen. Viele Tiere trinken nicht aus einer Wasserflasche oder aus einem Napf. Eigentlich bekommen sie ausreichend Flüssigkeit über den ausschließlichen Verzehr von wasserhaltigem Frischfutter. Nur die Futterindustrie möchte uns gerne etwas anderes darlegen. Zudem sind in frischem Futter alle wichtigen Nährstoffe enthalten. Sie sollten aber auf die Qualität des Frischfutters achten, da altes und welkes Futter zu Krankheiten führen kann.
Stimmt auch nicht. In der Mundhöhle vermischt sich das Brot mit dem Speichel. Es wird weich und die Tiere können das Brot schlucken ohne Kauen zu müssen, sind dann bereits satt und fressen das für den Zahnabrieb so wichtige Heu nicht mehr. Wenn Sie etwas mehr über eine gute Kaninchenhaltung und gute Nahrung lesen möchten, dann lesen Sie bitte diesen Artikel "Pflegetipps - für ein wohlwollendes Miteinander" durch.
Auch ein Trugschluss. Zwar kommt es selten zu Rangeleien und Kämpfen zwischen Kaninchen und Meerschweinchen, aber beide sind vollkommen verschiedene Tierarten, die nicht wirklich viel miteinander anfangen können. Selbstverständlich gibt es auch Ausnahmen.
Stimmt teilweise. Aufgrund der fehlenden Pigmente ist die Haut von Albinos empfindlicher, wenn zum Beispiel die Sonne scheint. Generell krankheitsanfälliger sind die Albinos allerdings nicht
Stimmt nicht. Gerade Kaninchen sind sehr gesellige Tiere und brauchen unbedingt Artgenossen! Reine Einzelhaltung ist nicht artgerecht. Die Tiere werden zahm, wenn man sich viel Zeit nimmt und sich mit ihnen beschäftigt.
Stimmt ebenfalls nicht. Sicherlich sind Kaninchen in der Anschaffung relativ günstig aber damit ist es ja noch lange nicht getan. Die Tiere brauchen einen großen Käfig - noch besser einen großen Auslauf im Freien. Ebenso sollten sie am Besten täglich Frischfutter bekommen. Hinzu kommen die Kosten für die Einstreu. Auch Kaninchen können krank werden und müssen zum Tierarzt. Hier sind sie nicht unbedingt billiger als Hunde und Katzen.
Stimmt nicht. Katzenstreu ist gänzlich ungeeignet als Käfigeinstreu. Die Tiere knabbern sehr viel und nehmen oft auch ihr Einstreu auf. Hierbei kann es zu Verklumpungen im Magen kommen, was wirklich gefährlich für die Kleinen werden kann
Stimmt nicht, im Gegenteil, zu viel Trockenfutter kann zu Übergewicht und Zahnfehlstellungen führen. Gerade die Zahnfehlstellungen führen zu häufigen Tierarztbesuchen um die Zähne zu korrigieren. Eine einmalige Zahnfehlstellung bedeutet fast immer eine bleibende Zahnfehlstellung. Um dies zu vermeiden, sollten Sie immer ausreichend Heu zur Verfügung stellen, denn nur dadurch wird der Abrieb der Zähne gewährleistet. Man stelle sich bitte nur einmal ein Wildkaninchen vor, das in die Zoohandlung spaziert um Trockenfutter einzukaufen..
Stimmt teilweise. Wenn es darum geht, die Nachkommenschaft zu regulieren, reicht es aus, ausschließlich die männlichen Tiere zu kastrieren. Geht es aber darum, eine aktive Gesundheitsvorsorge zu betreiben, sollten Sie unbedingt die weiblichen Tiere kastrieren. Und zwar aus folgendem Grund: Ab einem Alter von etwa vier Jahren entwickeln 70 Prozent der weiblichen, unkastrierten Kaninchen bösartige Gebärmuttertumore. Davor sollten Sie Ihr weibliches Kaninchen schützen.

Foto: Alta C. / fotolia.com
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Gerüchte & Unwahrheiten über Kaninchen
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Gutes und gesundes für Kaninchen! Und weniger gesundes!
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