
Der Deutsche Pinscher ist eine fast ausgestorbene, uralte deutsche Hunderasse, noch recht ursprünglich im Typ, wachsam, eigensinnig, temperamentvoll und charakterstark. Ein ebenso anspruchsvoller wie auch zeitintensiver Hund – von daher nicht für jedermann geeignet.
| Der Deutsche Pinscher | |
| Hunde-Daten- Übersicht | Herkunft: Deutschland Zucht seit ca. 1880 (erstmalige Erwähnung im Deutschen Hundestammbuch), eigentliche Zucht seit 1895 im damaligen Pinscherklub (heutiger Pinscher-Schnauzer-Klub 1895 e.V.) Gewicht: 13 bis 20 Kilo Widerristhöhe: 45 bis 50 cm FCI-Standard-Nr.: 184 Gruppe: 2 Sektion: 1 Pinscher und Schnauzer ohne Arbeitsprüfung Weitere Namen: Deutscher Mittelschlagpinscher, Deutscher Glatthaar Pinscher, Mittelpinscher, German Pinscher |
| Ursprünglicher Einsatz | Der Deutsche Pinscher, früher auch Rattler genannt, war ein idealer Haus- und Hofhund, seine Aufgaben reichten vom schneidigen Wachhund bis hin zum ausdauernden Rattenfänger, er begleitete auch Fuhrwerke und bewachte diese. Man schätzte schon früher seine Vielseitigkeit, vor allem aber auch sein selbständiges ausdauerndes Arbeiten. |
| Heutiger Einsatz | Heute ist der Deutsche Pinscher ein idealer Familien-, Wach- und Begleithund. Wegen seiner Lauffreude, Sportlichkeit und Ausdauer eignet er sich auch als idealer Freizeitpartner, ob fürs Wandern, Joggen oder Fahrrad fahren. |
| Geschichte und Einsatzgebiete | Der Deutsche Pinscher hat eine sehr lange Geschichte, die detailliert jedoch nicht wirklich aufgeklärt werden kann. Zweifellos gehört er zur Gruppe der Torfspitzhunde. Diese zählen noch bis heute zu den ältesten Hunderassen Europas. Im Jahre 1895 vereinigten sich verschiedene Pinschergruppen und gründeten den Pinscherklub. In diesem Pinscherklub sollten "sämtliche deutschen rau- und glatthaarigen Pinscherarten" zusammen betreut werden. Zu dieser Zeit wurde der Schnauzer noch als “rauhaariger Pinscher” bezeichnet. Diese rau- und glatthaarigen Pinscherarten, im üblichen Sprachgebrauch als Rattler bezeichnet, hatten damals die Aufgabe auf Bauern- und Gutshöfen Ungeziefer wie Ratten, Mäuse und Marder fernzuhalten, Haus und Hof so zu bewachen, damit niemand unbemerkt eintreten konnte. Außerdem begleiteten sie Fuhrwerke und bewachten diese, vor allem wenn ihr Herr nicht anwesend war. Man schätzte schon früher ihre Vielseitigkeit, vor allem aber auch ihr selbständiges Arbeiten und ihre Ausdauer. In der Anfangszeit fielen rauhaarige Pinscher (Schnauzer) und glatthaarige Pinscher noch in einem Wurf. Schnell achtete man aber darauf, beide Varianten züchterisch zu trennen. Der Deutsche Pinscher erreichte jedoch bis heute nie die Popularität des Schnauzers. Der glatthaarige Pinscher unterschied sich von Anfang an durch seine Farbe und sein kurzes Haarkleid von den Rauhaarigen. Zulässige Farben waren zu jener Zeit: Schwarz mit rotbraunen bis mahagonifarbenen. Abzeichen (zweifarbig), Rotbraun (einfarbig, Rehpinscher), Pfeffersalz (Silberpinsch), Schwarz (einfarbig), Andersfarbig wie Bronzebraun und ähnliche Tönungen (einfarbig), Blaugrau und ähnliche Tönungen mit braunen Abzeichen (zweifarbig). Ohren und Rute wurden kupiert. Im Jahre 1958, der Deutsche Pinscher war vom Aussterben bedroht, trug Werner Jung zum Erhalt und Fortbestand der Rasse bei. Ihm ist es zu verdanken, dass der Deutsche Pinscher nicht ausgestorben ist. Mit der Pinscherhündin "Kitti vom Bodestrand" und vier übergroßen Zwergpinschern wurde die Zucht des Deutschen Pinschers 1958 wieder begonnen. Der Name Pinscher bedeutet auf Altdeutsch "Beisser" und stammt wahrscheinlich vom engl. Wort "to pinch" ab, was soviel wie "zwicken", "kneifen" oder auch "einklemmen" bedeutet. Möglicherweise kann man seinen Namen auch darauf zurückführen, wie er mit seinen geschickten Pfoten Mäuse und Ratten fängt. In diesem Zusammenhang bedeutet das Wort "to pinch" so etwas wie "packen" oder “greifen”. |
| Heute - Verhalten und Charakter | Die Wesenszüge des Deutschen Pinschers sind viel Temperament, Aufmerksamkeit, Ausbildungsfähigkeit, gutartiger Charakter mit viel Spiellust, Anhänglichkeit zum Herrn und unbestechliche Wachsamkeit, ohne jedoch ein Kläffer zu sein. Dem Pinscher entgeht nichts, er meldet jedes ungewöhnliche Ereignis und geht diesem nach. Er ist selbstsicher und ausgeglichen, gepaart mit Klugheit und großer Ausdauer, was ihn zu einem angenehmen Familien-, Wach- und Begleithund macht. Durch seine Größe und sein glattes, pflegeleichtes Kurzhaar ist der Deutsche Pinscher im Haus sehr gut zu halten. Der Betätigungsdrang des Deutschen Pinschers verführt jeden Besitzer, sich immer wieder mit dem Hund zu beschäftigen, ob zum Spazieren gehen, Spielen oder zum Sport treiben. Ist der Deutsche Pinscher ausgelastet, so ist er im Haus ein ruhiger, angenehmer Zeitgenosse und draußen sehr aufmerksam und temperamentvoll. Seinen Jagdtrieb (Beutetrieb) hat er nicht verloren. Als Zwingerhund ist er absolut ungeeignet, da er die Nähe zu seinen Menschen sucht und auch braucht. Gleichzeitig ist und bleibt er aber ein eigenständiger, selbstsicherer Hund mit einem besonderen, eigenen Charakter, dem man seinen Freiraum lassen sollte. Der Deutsche Pinscher braucht vom Welpenalter an eine strenge konsequente, aber gleichzeitig liebevolle und gerechte Erziehung mit einer Portion Humor sowie intensive Zuwendung, Streicheleinheiten und Beschäftigung (körperlich wie geistig). Nur dadurch gewinnt man sein Vertrauen und seine Anerkennung. Mit Druck und Zwang erreicht man genau das Gegenteil. Erzieherisches Durchsetzungsvermögen sowie ein herzhaftes Durchgreifen, wenn es die Situation verlangt, ist gefragt, damit er seinen Rudelführer anerkennt. Dies trifft in der Regel für Rüden mehr zu als für Hündinnen. Der Deutsche Pinscher versteht es, schon im Welpenalter seine Intelligenz zu seinem Vorteil einzusetzen und weiß was sich zu lernen lohnt. Manche sagen auch, er hat einen klugen Ungehorsam. Beachtet man aber von Anfang an bestimmte Erziehungsregeln, ist er ein angenehmer Familienhund mit einem ganz besonderen Charakter, dessen Erziehung und Ausbildung eine wirkliche Herausforderung darstellen kann! Trotz seiner starken Persönlichkeit ist er ein sehr verschmuster und anhänglicher Zeitgenosse, der intensive Zuwendung braucht. Wer sich ernsthaft für einen Deutschen Pinscher interessiert, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er sich mit dieser Rasse einen ebenbürtigen und charakterstarken Hund an seine Seite holt, der die Fähigkeit besitzt, durch seine Intelligenz die Schwächen seiner Menschen zu erkennen und diese nach seinem Naturell auch auszunutzen. Er ist und bleibt ein selbstbewusster, eigensinniger und selbständiger Hund, der fordert und gefördert werden will. Seine Devise - Mittendrin statt nur dabei - kommt nicht von ungefähr. Ebenso ist sein schneidiges Temperament, welches mal mehr und mal weniger stark ausgeprägt ist, auf keinen Fall zu unterschätzen. Aus diesem Grund ist der Deutsche Pinscher auch nicht für jedermann geeignet. Klare Regeln sowie vorausschauendes Handeln und Lenken seitens des Halters, sind beim Deutschen Pinscher maßgebend für ein unbeschwertes Zusammenleben. Dies setzt eine hohe Beobachtungsgabe des Halters voraus. Von daher sollte man seinem Pinscher immer einen Schritt voraus sein, ihn lenken und für ihn handeln, noch bevor er es selbst tut. Wer eher einen leichtführigen, arbeitsfreudigen und anpassungsfähigen Hund sucht, der ist mit einem Deutschen Pinscher weniger gut beraten und sollte sich fairerweise lieber einer anderen Rasse widmen. |
| Pflege | Durch sein dichtes, kurzes glatthaariges Fell ist der Deutsche Pinscher sehr pflegeleicht. Ab und an mal mit einem Noppenhandschuh oder mit einem feuchten Leder abreiben. Ohrrandprobleme (trockene Ohrspitzen, vorwiegend an der Innenseite der Ohren, können hin und wieder auftreten und bedürfen zeitweise besonderer Pflege und Beobachtung) |
| Spezifische Erkrankungen | Die zurzeit einzige Pflichtuntersuchung für die Zuchtzulassung im PSK 1895 e.V. ist die Untersuchung auf HD (Hüftgelenksdysplasie). Jedoch gibt es einige Züchter, die weitere freiwillige Untersuchungen und DNA-Tests vor Zuchteinsatz veranlassen wie z. B. vWD (von Willebrand Disease), Dilute (Farbverdünnung) und wahrscheinlich erbliche Augenerkrankungen. |
| Betreuender VDH Verein | http://www.psk-pinscher-schnauzer.de |
| Autoren: | Erstellt hat diesen Beitrag Pets-Doc-Blog in Zusammenarbeit mit: Name: Christina Steffen Zwingername: Dark Angels Deutsche Pinscher Anschrift: Stettiner Str. 64 66763 Dillingen / Saar Internetadresse: http://www.darkangels-deutschepinscher.de |
Weitere Fotos:








Informationen zu den Fotos:
Foto 1: Dark Angels Aliza Red Velvet (rot) mit Halbbruder CH Dark Angels Blade Mystic Black (schwarz-rot)
Foto 2: Multi CH Fame vom Dörnle (Stammhündin der Zucht Dark Angels)
Foto 3: Multi CH Dark Angels Aden Red Engery (unser erfolgreichster Deckrüde im In- wie Ausland)
Foto 4: Multi CH Fame vom Dörnle
Foto 5: Multi CH Dark Angels Aden Red Engery
Foto 6: Multi CH Dark Angels Aden Red Energy, Angie von der Keltenschanze, Multi CH Fame vom Dörnle und CH Dark Angels Belysha Black Pepper (unser Rudel beim Sonnenbaden)
Foto 7: Arisa Banda Urwisow (Importhündin für die Zuchterweiterung)
Foto 8: Dark Angels Phoenix Private Emotion
Foto 9: Dark Angels Qonnor Energy of Love
Foto 10: Dark Angels Only one Covergirl
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