
Der Scottish Deerhound ist ein sanfter, kluger, unter normalen Umständen recht robuster und relativ leicht zu führender, rauhaariger Windhund. Er gehört zu den westlichen, okzidentalen Windhunden. Charakteristisch für diese Hunde ist der muskulöse Körperbau und die sogenannten „Rosenohren“ (kleine, gefaltete und normalerweise dicht am Kopf getragene) sowie die schon erwähnte – für einen Windhund – relativ leichte Führigkeit.
| Der Scottish Deerhound | |
| Hunde-Daten- Übersicht | Herkunft: Großbritannien Zucht seit: ab ca. 1820 Wiederaufbau der Rasse und Zuchtanfang in Großbritannien Gewicht: 36 bis 37 Kilo für Hündinnen und 45 bis 46 Kilo für Rüden Widerristhöhe: minimum 71 cm für Hündinnen und 76 cm für Rüden - (leider ist die Tendenz in der heutigen Zucht zu immer größeren Deerhounds, so sind diese meistens um ca. 10% größer, als der angegebene Wert) FCI-Standard-Nr.: 164 Gruppe: 10 Windhunde Sektion: 2 (ohne Arbeitsprüfung) Weitere Namen: früher nannte man ihn auch „Highland Greyhound“ |
| Ursprünglicher Einsatz | Jagdhund/ Hetzhund für Großwild, wie es sein Name aussagt: Hirschhund. |
| Heutiger Einsatz | Ein perfekter Begleiter für geeignete Menschen. |
| Geschichte und Einsatzgebiete | Der Scottish Deerhound ist eine sehr alte Rasse, erstmals wird das Wort „Deerhound“ im Jahre 1528 in Pitcotte's History of Scotland erwähnt. Allerdings wurden bereits zwischen dem 5. und 2. vorchristlichen Jahrhundert Vorfahren des Deerhounds in Form von schnellen sloughiähnlichen Hunden nach Schottland gebracht. Dort wurden diese mit großen und starken einheimischen Hunden gekreuzt, um Tiere zu bekommen, die die Schnelligkeit und Kraft besaßen Wölfe und Hirsche zu jagen. Nach dem Jahr 1500 gehörte die Hirschjagd mit den Deerhounds zur Lieblingsbeschäftigung des schottischen Adels. Im 18. Jahrhundert sind die Deerhounds durch weniger werdende Waldflächen und häufigen Gewehreinsatz bei der Jagd, weniger geworden, aber nicht ausgestorben. In weit abgelegenen Teilen Schottlands fand man immer noch reinrassige Tiere, mit denen man nach 1820 die Rasse wieder aufbaute. Der Standard wurde im Jahr 1892 festgelegt. |
| Heute - Verhalten und Charakter | “Leben und leben lassen“ heißt das Motto eines Deerhounds. Wie alle Windhunde haben Deerhounds ein ausgesprochen gutes Auge, welches die Umgebung immer sehr sorgfältig „scannt“. Er ist ein Hetzhund und ein guter Jäger, schnell, ausdauernd und kräftig. Dabei ist er ein wahrer Minimalist und setzt sein Können nur ein, wenn es sich lohnt. Ist das begehrte Objekt aus den Augen oder verspricht die Jagd keinen Erfolg, ist der Deerhound sehr schnell wieder zurück. Er ist kein „Streuner“! Deerhounds lieben lange Spaziergänge ohne Leine. Kluge, konsequente Erziehung und Haltung ohne Zwang und Geschrei machen es möglich, einem Deerhound genau das zu erlauben. Der Deerhound möchte seinen Menschen gefallen und ist für viele Aktivitäten zu begeistern, nichts desto trotz, als Besitzer eines solchen Hundes sollte man ihm in irgendeiner Form die Hetzjagd, bzw. einen Ersatz dafür ermöglichen, z.B. beim sogenannten Coursing (Informationen dazu bekommt man bei einigen Züchtern und allgemein auch auf der Seite des Verbandes DWZRV). Tut man das alles für den Deerhound, so hat man einen weichen, ausgeglichenen und ruhigen Begleiter an seiner Seite, der seine enorme Ausstrahlung, dieses gewisse „Etwas“, nicht verliert. Unter normalen Umständen hat der Deerhound es nie nötig, sich aufzuregen, sich aggressiv zu zeigen oder sich daneben zu benehmen |
| Pflege | Ein typischer Deerhound ist ein recht pflegeleichter Hund. Für das normale Hundeleben ist neben der routinemäßigen Zähne- / Krallen- und Ohrenkontrolle nur noch das regelmäßige Kämmen und Bürsten (ca. einmal alle ein bis zwei Wochen) absolut ausreichend. Deerhounds verlieren ihre Haare kaum, das tote Haar muss einfach mit Hilfe des Kammes entfernt werden. |
| Spezifische Erkrankungen | Man kann nicht unbedingt über Deerhound – spezifische Erkrankungen sprechen, sondern über Erkrankungen die allgemein für alle große Rassen zu befürchten sind: Cardiomyopathien, Magendrehung, Tumore – insb. Knochenkrebs. Es ist sicher hin und wieder eine gewisse Prädisposition für diese Krankheiten (die auch oft Stress – bzw. Stoffwechsel bedingt sind), so dass vernünftige Zucht, gute und artgerechte Aufzucht und Haltung diese auch signifikant senken, bzw. auf einem Minimum halten können. |
| Betreuender VDH Verein | Deutscher Windhundzucht- und Rennverband e.V. (DWZRV) www.dwzrv.de |
| Autoren: | Erstellt hat diesen Beitrag Pets-Doc-Blog in Zusammenarbeit mit: Name: Danuta Materzok-Köppen Zwingername: Caoinlan Anschrift: 23881 Koberg, Herrenstrasse 12a Internetadresse: www.caoinlan-deerhounds.de |






Fotos 1 - 7: Annette Mirsberger, Tierpfoto, www.tierpfoto.de
Foto 8: Danuta Materzok-Köppen
Foto 9: Marianne del Sole
Fotos 10 -13: Danuta Materzok-Köppen
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