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Durchfall beim Hund - Woher kann er kommen und was können Sie tun?

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Der Durchfall ist eine der häufigsten Krankheiten beim Hund. Das liegt wohl auch daran, dass es so viele Ursachen für Durchfälle gibt. Wir erläutern Gründe, Arten, Ursachen, Analysemöglichkeiten und Behandlungsformen bei Durchfallerkrankungen. Zusätzlich zeigen wir Ihnen, welche Informationen für Ihren Tierarzt wichtig sein können.

Durchfall - was ist das eigentlich?

Wenn der Verdauungstrakt Ihres Hundes gestört ist, kommt es zu einem, durch den Hund nicht mehr beherrschbaren, Stuhlgang. Ihr Hund muss häufiger Kot absetzen. Dieser hat einen höheren Wassergehalt als üblich wodurch das Volumen vergrößert wird. Durchfall kann auch mit Erbrechen einhergehen.

Durchfall - gehe ich zum Tierarzt - oder warte ich noch?

Sie kennen Ihren Hund am besten. Ist sein allgemeiner Zustand am Beginn des Durchfalls normal, sollten Sie sich nicht zwingend genötigt fühlen, sofort einen Tierarzt aufzusuchen. Häufig geht der Durchfall schon nach ein bis zwei Tagen wieder weg, quasi fast ganz von alleine - trotzdem sollten Sie Ihren Hund bei diesem Prozess unterstützen. Setzen Sie ihn auf eine Null Diät und geben Sie ihm 24 Stunden nichts zu essen! Trinken kann er normal. Bieten Sie ihm ruhig etwas Kamillentee an - wenn Sie mögen. Nach 24 Stunden bieten Sie ihm gekochte Nudeln oder Reis mit Hühnchen an. Sie dürfen auch etwas Hüttenkäse darunter mixen. Bieten Sie ihm zunächst kleinere Portionen an. Strecken Sie diese kleinen Portionen möglichst auf den ganzen Tag aus. Sollte der Durchfall nach zwei Tagen nicht verschwinden, sollten Sie mit Ihrem Hund einen Tierarzt aufsuchen.

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Arten des Durchfalls - Rückschlüsse auf den Ort der Erkrankung

Durchfälle entstehen durch Unregelmäßigkeiten im Dünndarm oder Dickdarm. Wenn die Ursachen im Dünndarm liegen, ist der Kot dünn wie Wasser, die Menge an Kot nimmt nur ein wenig zu, wenn Blut im Stuhl sein sollte, so ist es nicht zu sehen. Liegen die Ursachen im Dickdarm zeigen sich folgende Anzeichen: Der Stuhl ist dünn oder breiig oder schleimig, die Menge an Kot ist normal oder sie nimmt sogar ein bisschen ab, manchmal erkennen Sie Blut, Ihr Hund versucht sehr oft Kot abzusetzen, ohne das etwas kommt, oder es kommt nur sehr wenig.

Sie brauchen sich diese Symptome sicher nicht alle zu merken. Wichtig erscheint uns aber, Sie darauf hinzuweisen, dass Sie auf diese kleinen Details bei Ihrem Hund achten. So sollten Sie Ihrem Tierarzt neben dem allgemeinen Zustand Ihres Hundes, möglichen Gewichtsveränderungen, dem Ess- und Trinkverhalten auch Auskünfte über den Kot, die Häufigkeit des Kotabsatzes, den Kotdrang und die Anzeichen von Blut mitteilen können.

Ursachen die zum Durchfall führen - Durchfälle müssen nicht immer harmlos sein

Störungen und Infektionen des Darmtraktes können u.a. ausgelöst werden durch:

  • Viren
  • Bakterien (auch durch eigene Darmbakterien)
  • Parasiten (Würmer, Flöhe, Zecken, Milben, etc.)
  • falsche Fütterung
  • Futtermittelallergien
  • Futtermittelunverträglichkeiten

Durchfall beim Hund liefert in den allermeisten Fällen keine Gründe um sich große Sorgen zu machen. Aber leider gibt es auch Ausnahmen. Leidet Ihr Hund zum Beispiel an einer Pavovirose oder an einem massiven Wurmbefall können diese Krankheiten zu seinem Tod führen. Beide Krankheiten begünstigen Durchfall.

Analysemöglichkeiten, die die wahren Gründe des Durchfalls aufdecken

Sollte der Durchfall nach zwei Tagen nicht verschwunden sein, raten wir Ihnen dazu, Ihren Tierarzt aufzusuchen. Genauere Untersuchungen sollten spätestens dann durchgeführt werden, wenn der Durchfall - trotz erster Medikamente - nicht verschwindet oder sogar chronisch wird.

In diesem Fall ist es sehr wichtig, die exakten Gründe, die den Durchfall verursachen, zu ermitteln. Dazu stehen der Tiermedizin verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Wir wollen im Einzelnen beschreiben, welche gängigen Möglichkeiten das sind:

  • Kotuntersuchungen (z.B. auf Parasiten, Viren, Bakterien)
  • Blutbild (z.B. rote und weiße Blutzellen)
  • Blutchemie (z.B. Nieren- und Leberwerte, Bauchspeicheldrüse)
  • Röntgenaufnahmen (z.B. wegen Fremdkörpern)
  • Ultraschalluntersuchungen (z.B. wegen Umfangsvermehrungen)

Es sei an dieser Stelle beruhigend darauf hingewiesen, dass meistens längst nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden müssen.

Behandlungsformen - wie geht der Durchfall weg?

Wir möchten an dieser Stelle nur auf die gängige Behandlung eines "normalen" Durchfalls eingehen. Schwierigere Fälle werden wir in der Zukunft angehen.

Wird ein Hund mit einem Durchfall, der erst in den letzten ein bis drei Tagen eingetreten ist, in unserer Praxis vorgestellt, bekommt er Medikamente, die eine Beruhigung des Darmes bewirken. Parallel dazu kann man ihm ein Kontrastmittel, zur Beruhigung der Schleimhaut aber auch als Vorbereitung für eine spätere Röntgenaufnahme, verabreichen. Weitere Mittel die Ihrem Hund helfen können, sind u.a.: Diarsanyl oder Baktisel. Sie schonen die Schleimhaut und sorgen für ein besseres Gleichgewicht der Bakterien. In diesem Sinne hoffen wir Ihnen einen interessanten Beitrag geliefert zu haben und wünschen Ihnen:

Fröhliche vier Tatzen!

P.S.: Wenn Ihnen dieser Beitrag oder unser ganzer Blog gefallen hat, dann haben wir eine kleine Bitte an Sie. Überlegen Sie doch bitte einmal, ob Sie Bekannten von uns berichten können. Per Mail oder in einem Forum. Das würde uns sehr freuen und auch sehr in unserer Arbeit bestätigen. Wir freuen uns auch über jeden Link zu Pets-Doc-Blog.de - Vielen Dank - Ihre Tierarztpraxis Barich

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Foto: Barbara Helgason / fotolia.com

 

 

Kommentare  

 
0 #1 Hund Durchfall 2012-02-28 16:53
Eine Reis und Hüttenkäse Diät bietet sich bei Durchfall bei Hunden an. Es sollte allerdings darauf geachtet werden, dass gewöhnlicher Kochbeutel Reis gegeben wird, dieser hat die Eigenschaft Feuchtigkeit im Kot zu binden.

Liebe Grüße aus Berlin
Cindy ( Durchfall bei Hunden
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