HUNDE - Wenn's doch ... Krankheiten

Gelenkprobleme beim Hund. Was können Sie tun und wie beugen Sie vor?

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Bilder sagen mehr als tausend Worte. Finden Sie nicht auch, dass man diesem Hund die Beschwerden beim Gehen ansieht? Was passiert eigentlich bei Gelenkproblemen? Dieser Frage gehen wir in unserem heutigen Beitrag nach. Wir versuchen zu erklären was man bei bestehenden Problemen tun kann und wie man Gelenkprobleme vermeiden sollte. Und wir starten einen Selbsttest mit unseren Empfehlungen an einem von unseren fünf eigenen Hunden.

Welche Hunde leiden an Gelenkproblemen?

Grundsätzlich muss man sagen, dass es alle Hunde treffen kann. Häufiger betroffen sind aber gerade mittelgroße und große Hunde. Verständlicherweise trifft es übergewichtige Hunde öfter als richtig ernährte Hunde. Man kann einfach nicht oft genug darauf hinweisen, dass Hunde nicht zu dick sein dürfen.
Auch liegt es auf der Hand, dass gerade ältere Hunde häufiger betroffen sind. Die Gelenke und die Bänder in den Gelenken sind abgenutzter und werden durch den Stoffwechsel nicht mehr so gut versorgt wie in jungen Jahren.
Bei jungen Hunden, hier vor allem bei großen Rassen, besteht die Gefahr eines zu schnellen Wachstums. Das kann im Alter zu erheblichen Störungen und starken Schmerzen führen. Sprechen Sie auf jeden Fall mit einem echten Fachmann wenn es darum geht, wie viel Nahrung Ihr Hund im Wachstum zu sich nehmen soll. Wir und andere Tierärzte empfehlen hier besonders große Hunderassen "groß zu hungern". Soll heißen lieber etwas zu wenig als zu viel - ausgewachsen werden sie alle. Übrigens: Wer wissen möchte warum Hunde keine Schmerzen zeigen kann das erfahren in unserem Artikel: "Schmerzen - warum Hunde keine zeigen"

Was sind die Anzeichen bei Gelenkproblemen?

Wie bei so vielen Krankheiten verlaufen die Veränderungen bei Gelenkproblemen schleichend. Es fällt den betroffenen Hunden schwerer aufzustehen, sie möchten keine Treppen mehr laufen, sie rennen nicht mehr so gerne oder sie wollen nicht mehr so gerne ins Auto hopsen. Die Reduzierung der Beweglichkeit nimmt zu, sie werden schwerfälliger und steifer.

Welche Ursachen sind bekannt für Gelenkprobleme?

Die Krankheit hat verschiedene Auslöser. Bekannt sind: falsche Ernährung im Wachstum, Überbelastungen, Übergewicht, genetische Veranlagungen und natürlich altersbedingte Veränderungen im Körper. 

Im Gelenk - was passiert da eigentlich?

Ein Gelenk ist die Verbindung zwischen mindestens zwei Knochen. Wir alle brauchen es, um beweglich zu sein. Zwischen den Knochen befinden sich der Gelenkknorpel und die Gelenkflüssigkeit. Diese wirken wie ein Stoßdämpfer. Bänder halten das ganze System zusammen wie Schrauben beim Auto. Anders als beim Auto werden diese Dinge aber über den Blutkreislauf ständig versorgt, so dass sie einer ständigen Erneuerung unterzogen sind. Wenn dieser Prozess, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr so gut funktioniert, kommt es zu Gelenkproblemen. Hiervon sind besonders die Hüft-, Ellenbogen- und Schultergelenke betroffen.

Nahrungsergänzungen? Das hilft?

Die einen sagen "ja" die anderen sagen "nein". Es gibt aber einen Wirkstoff mit dem Namen Glukosamin. Orthopäden setzen ihn bei uns Menschen bei Knorpelproblemen ein. Und auch im Tierreich scheint Glukosamin zu helfen. Der Futterhersteller "Pedigree" wirbt damit, dass es wissenschaftlich bewiesen ist, dass bestimmte Nährstoffe eingeschränkte Gelenkfunktionen effektiv verbessern können. Wir haben heute Verbindung mit "Pedigree" aufgenommen und um weitere Informationen gebeten. Mal schauen was passiert. Wir werden Sie unterrichten.
Gibt es noch mehr Inhaltsstoffe die helfen sollen? Ja, neben dem Glukosamin sind das Chondroitin, welches ein natürlicher Bestandteil von Gelenknorpeln ist, Omega3-Fettsäuren sowie Methionin.

Setzen Sie jegliche Nahrungsergänzungen aber lieber erst in Absprache mit Ihrem Tierarzt ein. Ebenso versteht es sich hoffentlich von selbst, dass Sie Ihren Hund bei Gelenkproblemen ohnehin einem Tierarzt vorstellen.

Welche Nahrungsergänzungen gibt es?

Wir können Ihnen folgende Nahrungsergänzungen empfehlen: Canosan von der Firma Boehringer Ingelheim, Caniviton Forte von der Firma Vetoquinol, Glukosaminol und Dexboron Forte von der Firma Nutri Labs sowie Korvimin Agil Forte von der Firma WDT. Diese Auflistung erhebt nicht den Anspruch vollständig zu sein.

Wie sollen mögliche Verbesserungen aussehen? Welche Ziele gibt es?

Nahrungsergänzungen sollen sowohl vorbeugen als auch bestehende Gelenkprobleme lindern beziehungsweise verbessern. Es sollte sich wieder mehr Bewegungsfreude einstellen, die Steifheit zurückgehen und die Schmerzen sollten sich lindern. Alle Abläufe, die "gestern" noch Probleme machten, werden verbessert. Aber erwarten Sie keine Wunder und haben Sie Geduld. Es kann Wochen dauern bis Sie erste Verbesserungen erkennen können.

Wie können Sie noch vorbeugen?

Neben der richtigen Ernährung im Wachstum gibt es einige Dinge auf die Sie achten sollten. Ballspielen erfordert ein abruptes Abstoppen und damit eine hohe Belastung der Gelenke. Fahrrad fahren sollten Sie erst mit einem ausgewachsenen Hund. Übergewichtige Hunde müssen abnehmen. Treppenabstiege belasten die Gelenke. Auch sportliche Aktivitäten, wie zum Beispiel Agility, sollten Sie erst mit einem erwachsenen Hund durchführen. Lindern Sie Sprünge, zum Beispiel vom Sofa, durch weiche Kissen.

Unser Selbsttest!

Einer unserer Hunde, genauer gesagt ist sein Name Tads, zeigt seit kurzem erste Anzeichen, Probleme mit den Gelenken zu haben. Er hat etwas Probleme beim Aufstehen. Wir werden ihm ab jetzt eine der Nahrungsergänzungen unter sein Futter mischen. Wir werden Sie über den Verlauf informieren. Tads ist im Übrigen zwölf Jahre alt und ein Deutsch Langhaar Rüde. In diesem Sinne wünscht Familie Barich mal wieder:

Fröhliche vier Tatzen

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Foto: Carola Schubbel / fotolia.com

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