HUNDE - Verantwortung & Erziehung

Hunde - Senioren - was kann man unternehmen, um ihren Alltag besser gestalten zu können?

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Da begleiten sie uns so lange - früher mit Vollgas und Elan - und jetzt, im Alter, sieht das alles nicht mehr so rund aus. Es ist wirklich nicht immer leicht, unsere Lieblinge bei dem Älterwerden, zu begleiten. Aber man möchte ja auch nichts falsch machen, wenn man ihnen den Lebensabend etwas angenehmer gestalten möchte. Und das unternehmen wir doch eigentlich alle sehr gerne, liegen doch die Erinnerungen, an dem was "Er" uns alles geboten hat, in bester und wärmster Erinnerung. Wir haben uns Gedanken gemacht und einige der wesentlichen Empfehlungen, für eine Verbesserung des Senioralltags, zusammengetragen.

Das mit dem gehen, geht nicht mehr so wie früher.

Bodenbeläge - zu Hause

Glatte Böden sind ideal, wenn es darum geht, sie sauber zu halten. Aber für unsere Senioren sind sie oft ein großes Problem. Gerade dann, wenn sie sich besonders freuen und noch einmal richtig munter werden. Das kommt unter anderem vor, wenn es etwas zu essen gibt oder lieb gewonnener Besuch kommt - egal ob Zwei- oder Vierbeiner. Ideal wäre für solche Fälle natürlich Teppichboden in allen Zimmern zu denen auch Ihr Hund zutritt hat. Wir wissen aber, das ist nicht immer möglich. Deshalb empfehlen wir Ihnen, an Stellen, an denen es oft zu gefährlichen Ausrutschern kommt, mit der einen oder anderen Unterlage, Vorsorge zu betreiben.

Was genau Sie dort zum Einsatz bringen möchten, hängt ganz von Ihrem Geschmack und Geldbeutel ab. Es können alte Teppichreste oder Läufer aus dem Badezimmer sein. Es eignen sich aber auch einfache Fußmatten aus dem Baumarkt. Wer es etwas ausgefallener haben möchte, der geht zu einem Teppichhandel uns lässt sich etwas nach Maß klöppeln. Aber auch ein Besuch bei einem Polsterer, könnte Abhilfe schaffen. Für was auch immer Sie sich entscheiden, Ihrem Hund ist es ohnehin ziemlich egal wie die Materialien aussehen, Hauptsache es gibt ihm Halt und Sicherheit.

Treppen

Hier kommen häufig zwei Probleme gleichzeitig zusammen. Einerseits können viele ältere Hunde nicht mehr richtig sehen - andererseits macht der Bewegungsapparat beim Treppensteigen nicht mehr so mit. Treffen diese Beschwerden auf Ihren Senior zu, so sollten Sie den Zugang zu Treppen so gut wie möglich unterbinden. Dabei helfen Babygitter oder auch geschlossene Türen. Wessen Hund Probleme hat, kurze Treppenaufgänge hinauf beziehungsweise hinunter zu steigen, der kann sich ein Brett organisieren, auf dem er dann einen Teppich oder etwas Vergleichbares anbringt. So kommt Ihr Freund sicher rauf und runter.

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Der Einstieg ins Auto

Kleine und mittelgroße Hunde kann man noch relativ einfach ins Auto heben. Bei den Großen wird das schon etwas schwieriger. Der Sprung ins Heck des Fahrzeugs geht einfach nicht mehr so leicht. Alte Menschen können das in der Regel auch nicht mehr. Aber die Industrie hat Abhilfe geschaffen. Es gibt verschiedenste Formen von Rampen, über die der Senior ins Innere gelangen kann. Die Rampen lassen sich ausziehen und wieder zusammenschieben, so dass sie nicht so viel Platz im Inneren des Fahrzeugs verschlingen. Das ist eine gute Sache. Achten Sie aber immer darauf, dass er auch den Aufgang nutzt und nicht daneben tritt. Stellen Sie sich dicht neben Ihren Hund und helfen ihm.

Nahrung für Senioren

Ja, darüber wird häufig gefachsimpelt und wir werden in einem späteren Beitrag, bestimmt noch viel ausführlicher auf diesen Aspekt eingehen. Wir sind eher Freunde einer guten, feuchten Ernährung für Senioren, als dass wir Ihnen zu speziellem Seniortrockenfutter raten würden. Achten Sie vielmehr auf die Menge, die Ihr Hund bekommt. Senioren brauchen auf Grund ihrer verringerten Aktivität im Normalfall lediglich etwas weniger zu Essen.

Wie so oft, hilft auch hier der vernünftige Menschenverstand um gröbere Fehler bei der Ernährung eines Seniors zu vermeiden. Beginnt Ihr Hund damit, Trockenfutter, auf Grund seines alternden Gebisses, nicht mehr so zu verzehren wie früher, dann sollten Sie beginnen, ihn auf eine vernünftige Feuchtnahrung umzustellen. Passen Sie diesen Prozess aber über einen Zeitraum vom etwa zehn Tagen an.

Bezüglich bestimmter Kauartikel sollten Sie auf harte Dinge wie Ochsenziemer oder Vergleichbares verzichten. Sie bieten ihm mit solch harten Dingen wahrscheinlich keinen Gefallen. Er erinnert sich an die Freude von früher und will den Genuss unbedingt noch realisieren und das, obwohl er vielleicht schon etwas Schmerzen dabei hat (Er wird Ihnen die Schmerzen nicht zeigen, wie Sie in diesem Artikel erfahren). Einseitige Kaubelastung, deuten bestimmt auf ein Zahnproblem hin. Bieten Sie ihm statt harter Kauartikel weichere an, wie zum Beispiel getrockneter Pansen.

Auch wenn diese Tipps noch nicht so umfangreich waren, hier noch zwei Hinweise über die Vergabe von Nahrung. 1: Futter- und Wasserschalen die mittels eines Ständers in seiner Kopfhöhe sind, vermeiden unangenehmes Bücken. 2. Wenn die Nahrung, zum Beispiel aus Krankheitsgründen, zu speziellen Zeiten verabreicht werden soll, Sie aber nicht zu Hause sind, dann helfen Ihnen so genannte Futterautomaten. Diese geben die Nahrung, nach von Ihnen festgelegten Zeiten, ab.

Wärme und Bequemlichkeit ist auch in Hundebetten willkommen

Ein Bastkörbchen hat früher sicherlich ausreichend Komfort für Ihren Hund bedeutet. Jetzt im Alter - er schläft auch wesentlich mehr - hat er es aber sicherlich noch lieber weicher und wärmer. Bieten Sie ihm mehrere Decken an, in denen er sich einkuscheln kann. Achten Sie besonders im Winter darauf, dass die Bodenkälte möglichst wenig zu ihm durchdringen kann. Ein Platz am Ofen oder der Heizung ist bestimmt willkommen.

Sehbehinderungen

Nicht selten werden Hundeaugen bei Senioren mit den Jahren trüb. Ein Prozess, der sich über einen langen Zeitraum hinzieht. Im Normalfall können Sie gegen diesen Prozess nichts unternehmen. Aber auch hier möchten wir Sie wieder auf zwei spezielle Dinge hinweisen. Erstens: Schützen Sie Ihren Hund vor Überraschungen. Je schlechter er Dinge wahrnehmen kann, umso bedrohlicher wirken plötzlich auftauchende Dinge, zum Beispiel andere Hunde, auf ihn ein. Schützen Sie ihn vor solchen Situationen so gut wie möglich - gehen Sie ihnen aus dem Weg. Zweitens: In einigen Städten gibt es Tierärzte, die sich auf Augenbehandlungen beim Hund spezialisiert haben. Wer ganz sicher gehen möchte, macht dort einen Termin. Was Sie hingegen für einen Senior veranlassen können lesen Sie in dem Artikel: "Altersvorsorgeuntersuchungen beim Hund - das gibt es wirklich"

Medikamente

Es gibt sogar noch etwas Medizinisches für Ihren Senior. Wir stellen Ihnen hier gleich zwei verschiedene Präparate vor, möchten Sie aber bitten, diese Angelegenheit vor Verabreichung an Ihren Hund, mit Ihrem Tierarzt zu besprechen.

Das erste Medikament mit dem Namen Karsivan sorgt für eine veränderte Fließeigenschaft des Blutes, womit es für eine effektivere Durchblutung des Gehirns sorgt. Senioren, die dieses Präparat bekommen, verfügen im Normalfall über einen "klareren" Kopf. Das zweite Mittel, welches wir Ihnen heute nur ganz kurz vorstellen möchten, heißt Selgian. Dieses Medikament ist ein Geriatrikum. Sein Einsatz verhindert die Entstehung oxidativer, also schädlicher, Stoffwechselprodukte, schont damit die Gehirnzellen und hilft somit das Altern zu verlangsamen.

So, das war es wieder einmal. Die Familie Barich hofft Ihnen interessante Fakten geliefert zu haben und verbleibt mit ihrem bekannten Gruß

Fröhliche vier Tatzen

P.S.: Wenn Ihnen dieser Beitrag oder unser ganzer Blog gefallen hat, dann haben wir eine kleine Bitte an Sie. Überlegen Sie doch bitte einmal, ob Sie Bekannten von uns berichten können. Per Mail oder in einem Forum. Das würde uns sehr freuen und auch sehr in unserer Arbeit bestätigen. Wir freuen uns auch über jeden Link zu Pets-Doc-Blog.de - Vielen Dank - Ihre Tierarztpraxis Barich

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Foto: Barbara Helgason / fotolia.com

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