
Impfungen, gerade bei jungen Hunden, bieten einen optimalen Schutz vor gefährlichen Krankheiten. Gerade das Immunsystem eines Welpen ist zu schwach, um einen optimalen Schutz aufbauen zu können. Nicht selten kommt es vor, dass uns in unserer Tierarztpraxis Welpen vorgestellt werden, die auf Grund einer nicht durchgeführten Immunisierung schwer erkrankt sind. Wir zeigen Ihnen heute auf, wie einfach Sie in Zusammenarbeit mit Ihrem Tierarzt, einen optimalen Schutz Ihres Welpen aufbauen können.
Bevor wir darauf eingehen, gegen was man impfen sollte, möchten wir Ihnen den Unterschied zwischen der Grundimmunisierung und den Wiederholungsimpfungen erklären. Ein junger Welpe ist durch die Muttermilch eine bestimmte Zeit abgesichert gegenüber bestimmten Krankheiten. Doch dieser Schutz baut sich ab der sechsten bis zur zwölften Lebenswoche ab. Aus diesem Grund, sollte ein neuer Schutz vor bestimmten, gefährlichen Krankheiten aufgebaut werden. Dieser Schutz wird nur dann ausreichend erreicht, wenn verschiedene Impfungen in einem genau festgelegten Zeitfenster durchgeführt werden. Die ersten Impfungen der Grundimmunisierung fangen im Normalfall mit der achten Woche an und enden mit dem 15ten Lebensmonat. Erst mit dieser letzten Impfung hat Ihr Hund die Grundimmunisierung erreicht. Im Idealfall sind es diese ersten vier Impfungen die, um es noch einmal zu betonen, nach einem exakten Zeitplan erfolgen müssen, um einen Grundschutz aufzubauen!
Ab dem Zeitpunkt, ab dem die Grundimmunisierung aufgebaut ist, sind bestimmte Nachimpfungen oder auch Wiederholungsimpfungen erforderlich. Bestimmte Wiederholungsimpfungen müssen jährlich erfolgen, andere sollen bis zu drei Jahren Zeit haben, bis sie erneut geimpft werden müssen. Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass eine komplette jährliche Wiederholungsimpfung (also gegen alles, jedes Jahr impfen) für bestimmte Hunde durchaus zu empfehlen ist. Was die Grundimmunisierung nun von der Wiederholungsimpfung unterscheidet, ist die Einhaltung des Zeitplanes. Bei der Grundimmunisierung sollten Sie wirklich versuchen, die Zeitplanung auf den Tag zu treffen, was bei einer Wiederholung nicht ganz so wichtig ist. Ob Sie im letztgenannten Fall den Impfschutz Ihres Hundes nun nach 12 Monaten oder nach 12 1/2 Monaten wieder auffrischen, ist belanglos.
Die Wissenschaftler, beziehungsweise die Fachleute vom Bundesverband der praktizierenden Tierärzte (bpt) und dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) unterscheiden zwischen Core und Non Core Impfungen. Was ist das? Das heißt, dass es bestimmte Krankheiten gibt, gegen die jeder Hund geimpft werden "muss" ( das sind die Core Impfungen), und dass es bestimmte Krankheiten gibt, gegen die Hunde, abhängig von ihren Lebensumständen, geimpft werden sollten - oder eben auch nicht (das sind die Non-Core Impfungen). Bei den Non-Core Impfungen sind es also die Lebensbedingungen des individuellen Hundes die entscheiden, ob weitere Impfungen erforderlich sind.
Im Folgenden zeigen wir Ihnen, in welchen Abständen welche Impfungen durchgeführt werden sollten.
Diese vier Impfungen erfolgen in dieser Situation mit der achten Lebenswoche, der zwölften Lebenswoche und ganz wichtig nochmal mit der 16ten Lebenswoche. Denn ab der zwölften Lebenswoche weiß das Immunsystem erst sicher, etwas mit der Impfung anzufangen. Daher ist es so wichtig, den Hund mit der 16. Lebensoche nochmals zu impfen und genau ein Jahr später ebenfalls - erst dann ist die Grundimmunisierung abgeschlossen
Sollten Sie mit Ihrem Hund bestimmte, oben aufgeführte Termine nicht eingehalten haben, so besprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, welches andere Impfschema eine Grundimmunisierung für Ihren Vierbeiner gewährleistet.
Da diese Impfungen von Einzelfällen der Lebenssituation des Hundes abhängen, können wir an dieser Stelle nur darauf hinweisen, sich darüber individuell mit Ihrem Tierarzt abzustimmen. Eine pauschale, seriöse Empfehlung kann es für die Non-Core Impfungen nicht! geben. In einem späteren Artikel werden wir Ausführungen dazu vornehmen, in welchen Fällen die "Non-Core" Impfungen im Generellen eingesetzt werden können beziehungsweise sollten.
Das der Hund gesund ist, bevor er geimpft wird. Bevor geimpft wird, sollte sich der Arzt einen allgemeinen Überblick über den Gesundheitszustand des Hundes verschaffen, und nicht einfach nur die "Pieke" reinrammen. Zur Untersuchung gehören unter anderem: Ohren, Augen, Zähne, Zahnfleisch, alle Körperlymphknoten, Beine, Herz, Hoden, Fell, und der Bauch.
Der Hund sollte möglichst sechs bis zehn Tage vorher entwurmt worden sein. Hunde sollten parasitenfrei sein, damit ihr Immunsystem nicht gegen die Würmer ankämpfen muss, wenn sie geimpft werden. (Über Würmer - und warum man die meisten nicht sieht, erfahren Sie bald, in einem speziellen Artikel, mehr)
Wie auch immer und warum auch immer, wenn Ihr Hund schon drei Jahre alt ist, und Sie nicht wissen, ob er geimpft ist, dann lassen Sie ihn impfen. Denn: Man kann eine Grundimmunisierung in jedem Alter aufbauen. Und glauben Sie auf keinen Fall denjenigen, die Ihnen weismachen wollen, Impfen sei gefährlich. Das Gegenteil dürfte wohl eher der Fall sein. Laut dem Paul-Ehrlich Institut, das unerwünschte Wirkungen nach Impfungen erfasst und auswertet, ergibt sich eine Wahrscheinlichkeit auf eine Erkrankung nach einer Impfung von 0,03%! Lassen Sie also lieber impfen.
Ein weiterer Artikel zum Thema: "Warum sollten Sie Ihren Hund impfen lassen? Die etwas anderen Ausführungen. Aber: Sehr interessant."
Die Familie Barich hofft Ihnen in aller Kürze, das Wesentliche zu diesem Thema vermittelt zu haben und verbleibt somit mit ihrem Gruß:
Fröhliche vier Tatzen
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