HUNDE - Gesundheitstipps & Vorsorge

Alters-Vorsorge-Untersuchung beim Hund - das gibt es wirklich

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Sie haben wirklich noch nichts davon gehört? Altersvorsorgeuntersuchungen für den Hund. Doch - die gibt es wirklich. Zwar werden Sie noch längst nicht in jeder Tierarztpraxis dieses Angebot vorfinden - aber es gibt sie. Wir zeigen Ihnen heute auf, warum, was, wieso und wie umfangreich analysiert werden sollte. Zum einen legen wir dar, wie man das dokumentieren kann, zum anderen versucht unsere Ausführung Sie dazu zu bewegen, Altersvorsorgeuntersuchungen bei Ihren Senioren durchführen zu lassen. Deshalb sind wir über das Feedback zu diesem Beitrag besonders gespannt.

Es ist besser regelmäßig 60 Minuten vorzusorgen - als Jahre nachzusorgen

Sie glauben Ihr Hund ist erst 8 Jahre alt? Das ist doch kein Alter? Falsch! Ein Hund ist nicht 8 - wenn er 8 ist. Wenn er 8 ist - ist er 54! Wie viele Altersvorsorgeuntersuchungen sollte ein Mensch in diesem Alter bereits gemacht haben? Richtig: 14. Und bei Hunden? Leider bisher keine. Altersvorsorgeuntersuchungen können Krankheiten aufdecken, die im Verborgenen Ihres Hundes liegen. Aber wieso ist ein Hund mit 8 Jahren eigentlich 54?

Warum wird das Alter bei Hunden eigentlich umgerechnet?

Sie kennen vermutlich die weitläufig bekannte Regel: Um das "wirkliche" Alter Ihres Hundes zu ermitteln, rechnen Sie: Das Alter Ihres Hundes in Jahren  x 7 Menschenjahre. Diese Regel stimmt zwar nicht mehr ganz, aber was glauben Sie, steckt sozusagen "dahinter"? Hinter der erwähnten Umrechnungsformel verbirgt sich eine versteckte Botschaft. Erst bei genauerer Betrachtungsweise erkennt man ihren Sinn. Die Multiplikation mit der Zahl sieben soll Ihnen klar machen, wie es um die Organwerte Ihres Hundes bestellt ist. Wir alle wissen, dass selbst das Herz eines gesunden siebenjährigen Hundes nicht mehr die Leistungsfähigkeit hat, wie das Herz eines gesunden zwanzigjährigen Menschen. Wenn Ihr Hund also sieben Jahre alt ist, entsprechen die Alterungsprozesse seiner Organe, denen eines 54 Jahre alten Menschen. Das betrifft natürlich nicht nur das Herz. Ebenso betroffen sind die Nieren, die Leber, die Milz, etc.. Und das soll uns diese Umrechnung deutlicher vor Augen führen. Die neueren Werte der Umrechnung entnehmen Sie bitte dieser Grafik:

Hundealltersskala

Welche Gefahren lauern - mit und ohne Altersvorsorgeuntersuchung?

Das A und O der Gesunderhaltung für Ihren Hund ist also das Wissen, wie es in seinem Inneren aussieht. Ist Ihr Hund wirklich gesund - oder glauben Sie nur, dass er gesund ist? Um Ihnen die Gefahren, die Sie begehen, wenn Sie keine Altersvorsorgeuntersuchung durchführen lassen, einmal plastischer vor Augen zu führen, werden wir einmal über ein mögliches Krankheitsbild berichten: die sogenannte Niereninsuffizienz.

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Bei dieser Krankheit verläuft zunächst alles im Dunkeln. Am ersten Tag, an dem die Krankheit beginnt, sehen und merken Sie nichts. Und das bleibt auch zunächst so. Langsam setzt sich der Zerstörungsprozess der Nieren fort. Schritt für Schritt - bis 75 Prozent der Nieren irreparabel zerstört sind. Und dann - dann passiert es. Ihr Hund fängt von heute auf Morgen an tierisch viel zu trinken. Meist doppelt so viel wie sonst. Manchmal sogar dreimal so viel. Und nun? Alles zu spät? Jein.

Wenn Sie jetzt handeln, haben wir Gott sei Dank noch Möglichkeiten. Die heutigen Medikamente können ja schon eine Menge. Trotzdem, die 75 Prozent der Nieren, die defekt sind, bleiben für immer defekt. Und somit ist die Lebensqualität beeinflusst. Dieses schreckliche Szenario gilt übrigens zum Beispiel auch für folgende Erkrankungen: Schilddrüsenunterfunktion, Diabetes, Herzinsuffizienz, Prostataerkrankungen, Leberinsuffizienz, Bauchspeicheldrüsenunterfunktion.

Was, wann, wie oft und die Datensammlung

Es gibt unterschiedliche Stufen bei einer Altersvorsorgeuntersuchung. Das fängt an bei einer umfangreichen Auswertung bestimmter Blutparameter und einer Urinanalyse. Des Weiteren können in Abhängigkeit des Gesundheitszustandes folgende Untersuchungen hinzukommen: Kotanalyse, Röntgenbilder, Ultraschall, EKG, Blutdruck, Endoskopie oder eine Computertomographie. Wir können Sie allerdings beruhigen, in den allermeisten Fällen ist nur die erste Stufe notwendig.

Wir tragen alle analysierten Werte in unseren Computer  und ebenso in einen vierseitigen Untersuchungsbogen ein. Diesen erhält der Besitzer. Er soll ihm, aber eben auch einem unserer Kollegen, Auskunft über den Stand der Organwerte zum Zeitpunkt der Untersuchung geben. Der Kollege kann dann im Zweifelsfall sofort erkennen, wie es um den Hund, bei seiner letzten Altersvorsorgeuntersuchung bestellt war. Wir empfehlen unseren Hundebesitzern im normalen Senioralter eine jährliche und im hohen Senioralter eine halbjährliche Altersvorsorgeuntersuchung (Erfahren Sie hier, ab wann Ihr Hund als Senior gilt).

Was werden Sie tun?

Das ist eine interessante Frage - nicht wahr? Was sollte dagegen sprechen, rechtzeitig vorzusorgen? Eigentlich nur, dass es Geld und Zeit kostet. Wer diese beiden Dinge für seinen Hund investiert, hat die Chance zu erfahren, ob er gesund ist oder nicht. Und wenn eine Krankheit entdeckt wird, können Sie etwas für Ihren Liebling tun. Sie können ihm früher helfen und sein Leiden - von dem Sie ja nichts mitbekommen (siehe hierzu den Artikel, dass Hunde keine Schmerzen zeigen) früher als sonst beeinflussen. Es ist doch Klasse, das so etwas heutzutage geht - oder? In diesem Sinne animieren Sie die Familie Barich etwas zu unternehmen und sagt mal wieder:

Fröhliche vier Tatzen

P.S.: Wenn Ihnen dieser Beitrag oder unser ganzer Blog gefallen hat, dann haben wir eine kleine Bitte an Sie. Überlegen Sie doch bitte einmal, ob Sie Bekannten von uns berichten können. Per Mail oder in einem Forum. Das würde uns sehr freuen und auch sehr in unserer Arbeit bestätigen. Wir freuen uns auch über jeden Link zu Pets-Doc-Blog.de - Vielen Dank - Ihre Tierarztpraxis Barich

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Foto: tim elliott / fotolia.com

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