
Was gehört zu einer verantwortungsbewussten Hunde-Erstausstattung? Wir führen auf, was wir Ihnen raten würden. Dabei machen wir Ausführungen zu dem, was uns nicht selbstverständlich erscheint. Dort, wo wir keine Ausführungen machen, gehen wir davon aus, dass Sie wissen, dass Qualität, Preise, Design und Ausstattungsmerkmale variieren und die Entscheidung sich an Ihren persönlichen Vorzügen ausrichtet. Weitere Informationen erhalten Sie beim Kauf in guten Fachgeschäften, aber auch in einigen Tierarztpraxen.
Die Hunde-Erstausstattung
Eine Liste der Dinge, die wir für wichtig halten:
Körbchen
Achten Sie auf die Wärmeeigenschaften, die Bequemlichkeit, die Größe und die Waschbarkeit
Decken
Boxen
Boxen eignen sich nicht nur zum Transport, sondern auch als Ruheplätze. Wenn Sie es schaffen, dass Ihr Hund sich darin wohlfühlt, haben Sie damit auch für nachts einen idealen Platz (Er meldet sich auch eher, wenn er nachts mal muss). Ihr Hund findet geschützt seine Ruhe und kann keine “dummen” Dinge anstellen. Eine Box ist also ein ideales Mittel bei Welpen.
Für den ständigen Transport im Auto sollten Sie überlegen, ob Sie sich eine Box aus Metall anschaffen. Diese bietet bei einem Unfall erhöhte Sicherheit. Egal ob aus Kunststoff oder Metall – achten Sie darauf, dass sich die Box in zwei Teile zerlegen lässt. Damit wird die Reinigung erheblich vereinfacht.
Autogitter
Leinen
Sie sollten gerade am Anfang leicht sein. Für das Training empfehlen wir Ihnen neben einer “normalen” Leine eine lange Leine (fünf oder zehn Meter). So hat Ihr Hund ein wenig mehr Auslauf und Sie können ihm beibringen, wie weit er weglaufen darf. Von Flexileinen würden wir Ihnen abraten, da sich der Hund an den ständigen Zug gewöhnt und anfängt das als normal zu empfinden. Und ziehen sollte er doch besser nicht. Oder?
Gewöhnen Sie Ihren Hund so früh wie möglich daran.
Geschirre
Sehr gute Alternative zu Halsbändern da durch Geschirre kein Druck auf den Hals und Wirbelsäule ausgeübt wird. Zudem verfängt sich die Leine nicht so schnell unter den Füßen.
Maulkorb
In einigen Bundesländern ist das Tragen von Maulkörben in allen öffentlichen Verkehrsmitteln für alle Hunde Pflicht.
Adressanhänger
Bürsten, Kämme
Achten Sie darauf, dass sie nicht zu spitz sind. Wie für uns Menschen sind weiche, runde Köpfe angenehmer.
Näpfe
Einen Wassernapf und einen Fressnapf. Sie sollten nicht zu leicht sein. Für größere Hunde eignen sich sehr gut Modelle, die in der Höhe verstellbar sind. Kunststoffnäpfe werden auch gerne als Kauobjekte angesehen. Vermeiden Sie das von Anfang an.
Spielzeug
Es gibt Unmengen. Achten Sie auf die Größe und die Festigkeit. Sie müssen vermeiden, dass der Hund es nicht im Ganzen oder in Teilen runterschlucken kann. Vermeiden Sie Artikel, von denen sich einzelne Fäden lösen können, weil er auch diese herunterschlucken kann. Sollte Ihr Hund doch einmal etwas verschluckt haben, bringen Sie ihn schnell zu einem Tierarzt. Dort kann er eine Spritze bekommen, die das Gefressene wieder heraus bringt.
Tennisbälle sind tabu, da sie die Zähne ruinieren. Wir raten Ihnen auch, keine quietschenden Produkte einzusetzen. Das kostet Sie und Ihren Hund nur unnötige Nerven.
Wir empfehlen Ihnen zum “Spielen” lieber andere Dinge: Es gibt ein Produkt, dass nennt sich “Kong”. Darin lässt sich prima Futter verstecken und Ihr Hund ist beschäftigt. Ebenso eignen sich Ochsenziemer, Rinderhaut oder Vergleichbares. Und es gibt im Handel mittlerweile eine Menge “Spielzeug” bei denen Ihr Hund seinen Kopf einsetzen muss, um damit spielerisch zu lernen. Ebenso können wir den “Preydummy” von dem Hundeexperten Jan Nijboer empfehlen.
Futter
An dieser Stelle werden wir nicht viel zum Thema Futter schreiben. Dazu gibt es später mehrere Artikel. Achten Sie aber bitte darauf, dass keine Konservierungs- und Farbstoffe enthalten sind. Ebenso sollten Sie darauf achten, dass Pflanzen- und pflanzliche Nebenprodukte nicht als erste Inhaltsstoffe gelistet sind. Das heißt nämlich, dass sie den größten Anteil im Futter ausmachen. Gute Proteine erhält Ihr Hund damit aber nicht. Ein Hund ist mehr auf gutes Fleisch als auf Pflanzen und ihre Nebenprodukte angewiesen. Letztere sind nur im Futter, weil sie billig sind.
Haben Sie auch schon mal in Baumärkten und Supermärkten Futtersäcke für 10 € gesehen? Das Kilo für 1 €! Rechnet man mal genauer, stellt man folgendes fest: 1 Euro ./. Mehrwertsteuer, Gewinn des Supermarktes, Transport, Verpackung, Maschinen, Strom, Mitarbeiter des Herstellers, Gewinn des Herstellers, Steuern des Herstellers = 5 Cent! 5 Cent, die der Hersteller in die Hand nimmt, um die Zutaten für ein Kilo seines Futters einzukaufen. 5 Cent – für ein Kilo! Was soll das sein? Häufig steht dann noch etwas von Stiftung Warentest neben dem Preis – und schon ist wieder alles in Ordnung für die schlechte und falsche Kaufentscheidung. Schaut man dann bei Stiftung Warentest nach, hat die Untersuchung, auf die sich der Hersteller bezieht, gar nichts mit einer Überprüfung der Inhaltsstoffe zu tun. Es tut uns leid, aber von uns erhalten Sie kein o.k. für Futter in diesen Preisklassen.
Zeckenzeug
Entgegen der allgemeinen Annahme, es gebe eine Impfung gegen Zecken, müssen wir Ihnen mitteilen, es gibt keine Impfung die Ihren Hund vor Zecken schützt. Lediglich Mittel wie Preventic oder Frontline schützen Ihren Hund vor Zecken. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt beraten. Sicherheitshalber sollten Sie eine Zeckenzange besitzen.
Ohrenpflege
Auf anderen Webseiten lesen wir immer wieder, dass Sie etwas für die Pfoten-, Augen- und Ohrenpflege brauchen. Das ist natürlich, bezogen auf einen gesunden Hund, nicht richtig. Für einen gesunden Hund brauchen Sie so etwas nicht!
Zahnbürste
Ja es stimmt. Zahnbürsten und Zahnpasta sind sehr empfehlenswert. Dennoch sind wir von dieser Welt und wissen natürlich, dass die wenigsten Hundehalter ihren Hunden die Zähne putzen. Diejenigen, die ihren Hunden nicht die Zähne putzen, sollten zumindest darauf achten, dass die Zähne einmal jährlich, im Zuge der Impfung, auf Zahnstein und andere Defekte untersucht werden. Wer mehr über Zahnstein und die Gefahren wissen möchte, kann das in unserem Artikel: Zahnstein beim Hund – was ist zu tun, und vor allem warum? nachlesen.
Wurmkuren
Warum eigentlich nicht? Kaufen Sie sie doch bei der Impfung für ein ganzes Jahr ein. Viermal im Jahr sollte jeder Hund entwurmt werden. Die letzte Wurmkur des “Jahres” sollte eine Woche vor der Impfung liegen. Mehr dazu in unserem Artikel: "Würmer beim Hund."
Erste Hilfe
Besorgen Sie sich einen Erste-Hilfe-Kasten für zu Hause und am Besten noch einen für das Auto. Es gibt mittlerweile auch gute Erste-Hilfe-Bücher und Erste-Hilfe-Kurse.
Versicherung
Mindestens eine Haftpflichtversicherung sollten Sie abschließen. Am besten aber auch noch eine OP-Kosten-Versicherung. Schnell – kommt es zu einem Autounfall, einem gebrochenen Bein beim Spielen oder hat ein Welpe etwas verschluckt. Das kann teuer werden.
Tierarztlisten
Eine bessere Überschrift für diesen Bereich konnten wir nicht finden. Dennoch erscheint uns das hier Beschriebene extrem wichtig. Erkunden Sie den Weg zu den drei nächstgelegenen Tierarztpraxen. Im Notfall zählt jede Minute. Erkunden Sie den Weg zur nächstgelegenen Tierklinik. Eine Tierklinik muss 365 Tage und 24 Stunden rund um die Uhr geöffnet sein.
Notieren Sie alle relevanten Daten aller Praxen und hängen Sie sie an einem sehr markanten Platz auf (in die Tür eines Küchenschranks). Zusätzlich speichern sie alle Telefonnummern in Ihrem Handy ein. Speichern Sie alle zuerst mit dem Wort Tierarzt und dann mit den Namen. So finden Sie sie im Notfall alle unter T…. schnell wieder. Denken Sie daran, in einem Notfall brauchen Sie Ihre Nerven für andere Dinge als die Suche nach Telefonnummern und Namen.
So – das war es mal wieder von der Familie Barich. Es ist viel mehr Text geworden als wir vorher dachten. Wir hoffen es hilft und wünschen Ihnen
Fröhliche vier Tatzen
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